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Gefährlicher Einsatz

Der Einsatz in der Silvesternacht wurde für ein Team des Roten Kreuzes aus Siegen-Nord zu einem Albtraum, den es so schnell nicht vergessen wird.

Keine guten Erinnerungen an den Jahreswechsel 2011/2012 haben die drei Rotkreuzler von Siegen-Nord, Maik Imme, Thorsten Weil und Tim Büchner, die in der Silvesternacht zum Rettungsdient bereitstanden. Die Feuerwehr-Hauptwache Siegen hatte das DRK um Mithilfe für zu erwartenden Einsätze gebeten.

Kurz nach 0 Uhr dann der erste Hilferuf. Gemeldet wurde ein Verletzter mit  schweren Gesichtsverletzungen in Geisweid in der Wenscht. Das DRK-Team fuhr sofort mit dem Rettungstransportwagen zum Ort des Geschehens, um den Mann zu versorgen.

Vermutlich eine Schlägerei hatte zu Verletzungen im Augenbereich geführt. Die drei Helfer leisteten die übliche erste Hilfe und leiteten die notwendigen Maßnahmen ein, um den verletzten Mann schließlich zum RTW zu tragen.

Als wenn die Versorgung des Verletzten nicht schon schwierig genug war, warfen „Schaulustige“ plötzlich gezündete Feuerwerkskörper mitten in den Helferpulk und gefährdeten dabei die Einsatzkräfte dabei natürlich erheblich. Völlig unverständlich und unverantwortlich , dass das Dreierteam quasi mit den gefährlichen Böllern „unter Beschuss“ gerieten und der Einsatz dabei in Gefahr geriet. Noch im Nachhinein können es die drei Nordler kaum fassen, was da geschehen ist: Sie kamen, um zu helfen und wurden dabei der Willkür von dümmlichen Passanten ausgesetzt.

Selbstverständlich erledigten die DRK’ler verantwortungsbewusst weiter ihre Arbeit und transportierten den Verletzten zur Notaufnahme ins Krankenhaus.

Beileibe kein leichter Einsatz. Die Rotkreuzler kamen mit dem Schrecken davon und sind zurecht erschüttert über das Verhalten besagter Rabauken, die sich offenbar über ihr gefährliches Tun nicht im Klaren waren und beinahe noch größeren Schaden angerichtet hätten.  (-pl-)

7. Januar 2012 13:54 Uhr. Alter: 135 Tage