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Krebsnachsorge

Senioren beim Turnen
Foto: P. Citoler

 

Seit 1980 gibt es diesen Arbeitsbereich im DRK Kreisverband Siegen-Wittgenstein e.V. 

Weshalb die Bezeichnung "psychosozial" ?

Damit soll klar ausgedrückt werden, dass unser Tun völlig unabhängig ist von der medizinischen Krebsnachsorge, d.h. in medizinische Belange mischen wir uns nicht ein. Wir geben keine medizinischen Ratschläge, sondern verweisen bei solchen Fragen immer auf die jeweils kompetenten Ärzte.

Was ist das Ziel?

Unter dem Motto: "Das Leben bleibt lebenswert" treffen sich in unseren Nachsorgegruppen einmal monatlich Krebskranke, um gemeinsam die Probleme der durch die Krankheit veränderten Lebenssituation zu bewältigen.

Der Kranke muss lernen, dass die Diagnose " Krebs" nicht gleich mit Tod verbunden ist, sondern das Leben geht weiter, nur ändert sich vieles. Man muss lernen, mit der Krankheit leben zu wollen.

Nach der Krankenhausentlassung kann es möglich sein, dass der Krebskranke in eine gewisse Isolation gerät. Angehörige möchten dem kranken viel helfen, fühlen sich aber oft hilflos, weil sie nicht alle Probleme des Kranken nachempfinden können.

Diese Situation kann schwierig sein. Der Kranke beginnt zu suchen nach Menschen mit ähnlichem Erleben und findet vielleicht den Weg zu uns.

Der Entschluss, zu uns zu kommen, ist nicht einfach und erfordert Mut und Überwindung. Für Männer ist die Entscheidung noch weit schwieriger als für Frauen, da sie weniger bereit sind, sich zu öffnen und sich eher in sich zurückziehen. Oft ist es wichtig, in einem Einzelgespräch auf die Probleme des Erkrankten einzugehen, Ihm dann von der Gruppe zu berichten. Danach kann der Betroffene leichte entscheiden, ob eine Gruppe für ihn geeignet ist.

Was geschieht nun in der Gruppe?

Der Krebskranke kann in unserer Gemeinschaft Verständnis spüren, Nähe empfinden und vielleicht aus der Isolation herausfinden, in die er durch die Diagnose "Krebs" gestürzt ist.

Viele Krebskranke machen die Erfahrung, dass der offene Gedankenaustausch über die Verarbeitung ihrer Erkrankung befreiend wirkt. Die Tatsache, dass letztendlich ein Verstehen für die eigene Problematik nur von Menschen mit ähnlichem Erleben erwartet werden kann, bestätigt sich in den Gruppen. Deshalb ist die Hilfestellung, die sich die Gruppenmitglieder gegenseitig geben, von großer Bedeutung.

Jeder kann erfahren, dass er Rat und Unterstützung bekommt- und ebenso kann er anderen beistehen und helfen. Der Kranke wird selbst aktiv.

Die Gruppenleiter können durch ihr Einfühlungsvermögen und ihre langjährige Erfahrung im Umgang mit Krebskranken oftmals eine besondere Ruhe ausstrahlen. Ebenso ist ihre Objektivität bei der schweren Problematik oft von Bedeutung.

Die Krankheit steht aber absolut nicht immer im Vordergrund. Ich betone dies, weil oft die Meinung vertreten wird, dass in unseren Gruppen nur von Krankheit gesprochen wird. Das ist falsch. Viele gemeinsame Aktivitäten, z.B. ein regelmäßiges Gymnastikangebot, Ausflüge, Freizeiten, festliche Veranstaltungen etc. tragen dazu bei, in der Gemeinschaft Freude zu erleben und zu erkennen, dass das Leben wirklich auch jetzt lebenswert ist.

Ein positives Erleben bei Neubetroffenen, die in die Gruppen kommen, muss ich betonen: Sie begegnen Menschen, die vielfach schon lange mit der Krankheit leben und gelernt haben, damit umzugehen.

Ärzte, Vertreter der Krankenkassen oder andere kompetente Referenten werden von Zeit zu Zeit eingeladen, wenn aktuelle Themen anstehen oder besondere Wünsche seitens der Gruppenteilnehmer geäußert werden.

 

Termine

Gruppe: Ort: Datum: Uhrzeit:
Gesprächskreis für Betroffene DRK-Zentrum Weidenau, Schneppenkauten 1 Jeden 1. Mittwoch im Monat 15:00 bis 17:00 Uhr
Gymnastik DRK-Zentrum Weidenau, Schneppenkauten 1 Jeden Montag ab 16:00 Uhr

Kontakt

Frau Karin Breuer 
Leiterin der Krebsnachsorge

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